„Nacktbüffel“

Eigentlich ist es gemein, diese Geschichte zu erzählen. Aber sie ist zu schön, um unerzählt zu bleiben.

In den ersten Wochen nach Einzug hatten wir einen Rentner engagiert, der uns im Garten geholfen hat.

Als dieser das erste Mal die Schafböcke unseres Nachbarn, die gelegentlich auf unserem Bongert (Obstbaumwiese für Zugezogene) grasen, sah, meinte er erstaunt: „Büffel?“

Nunja, Heidschnucken ist vielleicht eine Schafrasse, die hier am Niederrhein selten ist, und da kann es schonmal zu Verwechslungen kommen. Jedenfalls könnten wir uns nur mit Mühe das Lachen verkneifen und ihm erklären, dass es Schafe sind.

Die Geschichte haben wir – gemeinerweise – auch unserem Nachbarn, dem Eigentümer der Schafe, erzählt. Als dieser dann ein paar Wochen später zufällig am Bongert vorbeilief während wir mit dem gärtnernden Rentner draußen standen, rief er uns zu: „Die Büffel sehen aber gut aus.“ Und unser Rentner postwendend: „Seht Ihr, der sagt auch Büffel.“

Das blöde Gesicht, das wir dabei dann gemacht haben müssen, ist wohl die gerechte Strafe gewesen für den Schabernack, den wir mit dem armen Mann getrieben haben.

Seitdem ist „Büffel“ das geflügelte Wort für die Schafe geworden. Und als sie dann geschoren wurden, sind sie folgerichtig natürlich zu „Nacktbüffeln“ geworden. 😅